SPD Rosenheim - Kommunalwahlkampf 2026
| Story 03.26
Eine Stadt
entscheidet
sich neu.
Am 8. März 2026 lag Abuzar Erdogan zwölf Punkte hinter dem CSU-Amtsinhaber. 26,6 zu 39,1 Prozent, erster Wahlgang, eine Stadt, in der die CSU seit 65 Jahren den Oberbürgermeister stellt. Zwei Wochen später, in der Stichwahl, gewann er mit 53,4 Prozent. Solche Aufholjagden sind selten, und sie sind nie Zufall.
Wir haben den Wahlkampf 16 Monate lang begleitet – von der ersten Strategierunde mit dem Vorstand der SPD Rosenheim im Juli 2024 bis zum Wahlsonntag der Stichwahl. Was zwischen dem ersten Wahlgang und der Stichwahl geschah, war kein Stimmungsumschwung, sondern die Konsequenz einer Kampagne, die zwei Wochen lang konsequent das Gegenteil dessen tat, was die andere Seite tat: kein Lautwerden, keine Effekthascherei, kein Reagieren auf Angriffe. Stattdessen ein Kandidat, der präsent blieb, eine Bildsprache, die nicht kämpfte, sondern auftrat, und eine Botschaft, die sich nicht verschob.
Wir glauben, dass eine Gruppe, die an das Gute glaubt, Berge versetzen kann – wenn sie die richtigen Werkzeuge in der Hand hält und nicht ihre eigene Zuversicht verlernt. In Rosenheim haben wir das gebaut: eine kleine, klare Führungsgruppe, ein Narrativ, das trägt statt polarisiert, eine Energie, die nicht inszeniert war, weil sie nicht inszeniert werden musste. Dass am Ende eine Mehrheit lieber etwas Neues anfängt als das Alte zu verwalten, war keine Überraschung. Es war der Plan.
Auftrag
Im Juli 2024 kam der Vorstand der SPD Rosenheim auf uns zu. Erfolgsziel: neun Stadträt:innen statt sechs, eine Stichwahl bei der OB-Wahl. Sie sprachen uns an, weil sie uns für die progressivste Agentur am Ort halten und unsere Arbeitsweise kennen.
Wir übernahmen die planerische Leitung der Kampagne, unser Schwesterunternehmen buero x-height die gestalterischen Aufgaben.
Unser Ansatz: die Gruppe in sich stärken, ihr die Werkzeuge zur Verfügung stellen, mit denen sie selbst handeln kann – statt eine Kampagne für sie zu machen.
SPD Rosenheim - Kommunalwahlkampf 2026
| Story 03.26
winning plays
Strategie vor Material.
Erst war das Narrativ fixiert, dann wurde gestaltet. Was die Kampagne in 16 Monaten kommuniziert hat, war im Kern schon nach dem ersten Strategiezyklus klar – verschoben wurde nichts mehr, auch nicht im Endspurt.
Frequenz statt Kurswechsel.
Als die Stichwahl kam, haben wir nicht die Botschaft verändert, sondern die Taktung. Mehr Präsenz in Social Media, gleiche Linie im öffentlichen Raum, mehr Sichtbarkeit der Gruppe – inhaltlich keine Bewegung. Das Vertrauen in die eigene Linie ist im Wahlkampf die schwierigste Disziplin.
Aktivierung des Vorstands als Architektur.
Kickoff-Workshop, regelmäßige Jour-Fixes in der Kampagnenleitung, Zwischenmeetings mit dem erweiterten Führungs- und Abgeordnetenteam. Strategie wird so nicht von außen erklärt, sondern von innen getragen.
Eine kleine Gruppe, die trägt.
Wir haben nicht versucht, alle zu aktivieren, sondern den harten Kern unkaputtbar zu machen. Von dort hat sich die Energie auf die Helfer:innenstruktur übertragen.
Bildsprache als Wiedererkennung.
Ein konsequentes Porträt von Abuzar Erdogan über die gesamte Kampagne – fokussiert, klarer Blick, keine Verstellung. Nahbarkeit, die im selben Bildkanon vom Plakat bis zum Reel funktioniert.
Crossmedia ohne Stilbruch.
Was im Stadtbild hing, war in Social Media dasselbe Bild. Diese Konstanz ist im Wahlkampf selten und genau deshalb wirksam: Sie macht den Kandidaten wiedererkennbar, bevor man ihn benennen kann.
magic moments
Abuzar vor der Kamera.
Nach wenigen Wochen war kein Unterschied mehr zu spüren – ob er auf einem Podium sprach, in einem Reel, in einem Interview oder im Vier-Augen-Gespräch. Dieselbe Energie, dieselbe Klarheit, in jedem Format. Das ist der Moment, in dem aus einem Kandidaten ein Kandidat wird.
Das Fotoshooting als Teamtag.
Wir haben die gesamte Stadtratsliste an einem Tag fotografiert – und zugleich darauf eingeschworen, dass eine Gruppe im Wahlkampf mehr ist als die Summe ihrer Auftritte. Aus dem Termin sind nicht nur Bilder entstanden, sondern ein Teamgefüge, das die Kampagne durchgetragen hat.
Wiesnstammtisch beim Rosenheimer Herbstfest.
Statt im Schonraum zu kampagnieren, ein fester Tisch mitten auf dem Volksfest. Abuzar im Gespräch mit Bürgern, drumherum die Kampagnenbilder im Stadtbild des Festes. Maximale Nähe, kein gemiedener Konflikt – und für die CSU sichtbar irritierend, weil die Kampagne dort auftauchte, wo niemand sie erwartet hatte.
Stats
+33%
Steigerung der Stadtratsmandate
—von 6 auf 8 Personen—
+25%
Stimmen in der Erstwahl für den Bürgermeister
×10
Ausbau der Inta-Follower bei
Abuzar Erdogan um Faktor 10
+55%
Stimmen in der Stichwahl
16 Monate
— Projektlaufzeit —
≤100
— Einhaltung des Budgets —
“Mit Harald und Fabian im Rücken konnte ich mich voll auf die Inhalte konzentrieren. Ihre Arbeit hat etwas möglich gemacht, was sich am Ende keiner mehr erklären konnte: dass eine Kampagne nicht lauter werden muss, um mehr Energie zu entwickeln. Common Play hat aus einer Kandidatur eine Bewegung gemacht – ein Momentum, das alle gespürt haben, bevor man es benennen konnte.
So gewinnt man eine Wahl, die niemand mehr für möglich gehalten hatte.”
Abuzar Erdogan — Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim
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